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ATOS Tour 2017

Dieses Thema im Forum "Off Topic" wurde erstellt von Elmar, 18 August 2017.

  1. Elmar

    Elmar läuft

    Bevor ich den Bericht in ein paar Wochen liefere, hier noch der Spendenaufruf :)
    Es ist unglaublich wie schwer wir uns tun ein paar Euros für die Deutsche Kinderkrebsstiftung zu sammeln. Vielleicht möchte ja von Euch noch jemand 5€ oder so spenden. Kleinvieh macht schließlich auch Mist.
    Unser Arbeitgeber ist da nicht beteiligt. Es ist eine Veranstaltung die ausschließlich von den Kollegen organisiert wird.
    Tourwebseite und der direkte link zur Spendenseite
     
    Jost, Finny, Dennis und einer weiteren Person gefällt das.
  2. Lumi

    Lumi Watschelt.

    Ist es ok, wenn ich die Seite weiter teile?
     
  3. Elmar

    Elmar läuft

    gerne, an so viele Leute wie möglich. Wir wollen ja ein bestimmtes Ziel erreichen *daumen*
     
    Lumi gefällt das.
  4. Elmar

    Elmar läuft

    Ich bedanke mich bei allen Spendern *hearts*
    Jetzt geht es bald los.
     
    Dennis gefällt das.
  5. Elmar

    Elmar läuft

    Jetzt aber der Bericht zur AtosTour 2017

    Nach der Übernahme unserer Firma durch Atos bin ich irgendwann letztes Jahr über eine Gruppe zur Atostour im Intranet gestolpert. Die Idee klang verlockend. Aufmerksamkeit erregen, Radeln, Spenden bei den Kollegen sammeln und nicht zuletzt auch Spaß haben. Also habe ich mich direkt angemeldet und dann noch einem weiteren radelnden Kollegen aus der alten Firma informiert. Schwuppdiwupp waren wir schon mal 2. Zusammen trainierst sichs leichter, auch wenn das rein virtuell war. Aber die Frage: Wie weit bist Du diese Woche schon gefahren? Ist gefürchtet und motiviert für den ein oder anderen Kilometer. 250k und 2600hm am ersten Tag, und 220k sowie 1800hm am zweiten Tag hören sich erst mal beeindruckend an.
    Rückblickend würde ich sagen das wir uns beide nicht im schlechtesten Zustand bei der Tour eingefunden haben.

    Christian holte ich am Mittwoch Nachmittag in Mainz am Hauptbahnhof ab und dann fuhren wir ziemlich entspannt nach Eindhoven in ein kleines Hotel das die Kollegen, die die Tour organisierten, gebucht hatten. Im Laufe des Abends trafen mehr und mehr Mitfahrer ein. Aus Kollegen aus 8 Nationen setzte sich der Haufen zusammen. Wie immer bei solchen Anlässen war die Stimmung großartig.

    Donnerstag Morgen war dann großes Treffen. Die Räder und das Gepäck wurden in einen Bus verladen und es ging Richtung Paris das wir am Spätnachmittag erreichten. Zwischenzeitlich wurden im Bus noch ein paar Radklamotten aus den Vorjahren versteigert. Womit wir bei einem der schwierigen Punkte wären. Es ist unglaublich, wie schwer es ist in Deutschland ein paar Euro für die Kinderkrebsstiftung zu bekommen.
    Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten bin ich logischerweise erst mal eine Runde gelaufen. Was muss, das muss.

    Vor dem Abendessen gab es noch das Briefing mit den Verhaltensregeln. Erfahrung mit 70 Radlern im geschlossenen Verband hatte bis dahin auch noch nicht jeder, mich eingeschlossen. Nach den Essen ging es mehr oder weniger zackig ins Bett da das Wecken für 4:30 vorgesehen war. OK, bei uns ebbes weniger zackig.


    Freitag Morgen sammelten wir uns nach dem Frühstück vor dem Hotel. Alles unkoordiniert und aufgeregt. Genauso wie die erste Stunde radeln. Es dauerte einfach bis jeder seinen Nachbarn kannte und sich ein gewisses Vertrauen einstellte. Immerhin fuhren wir mit ca. 25 - 30km/h in stockdunkler Nacht und immer möglichst im Windschatten des Vordermanns zackig durch den aufkommenden Berufsverkehr in Paris. Die Begleitmotoräder sperrten die Kreuzungen und so rauschten wir weitgehend ohne Stops durch die Nacht. Allerdings gehört schon ein bisschen Vertrauen dazu in einer fremden Stadt sämtliche rote Ampeln und Stoppschilder zu ignorieren. Als es dämmerte und die Sicht besser wurde spielte sich auch eine gewisse Routine ein und ich konnte die verschiedenen Teilnehmer in Gesprächen besser kennenlernen. So ein Tag ist schließlich lang.

    Alle 2-3h gab es eine gute halbe Stunde Pause mit Essen und Getränken. Alles perfekt durchorganisiert. Meine anfängliche Befürchtung das ich Zuwenig trainiert hatte, weichte nach und nach der Zuversicht. An eigentlich jedem Hügelchen ging es sehr, sehr gemächlich bergauf. Und auf den Geraden gab es genug Windschatten durch die 2 Frontrider. Diese sind tatsächlich die komplette Strecke ohne Ablösung vorne im Wind geblieben, chapeau. Nachdem das Wetter trotz der ein oder anderen dunklen Wolke den ganzen Tag mehr oder weniger gleich blieb, nämlich kühl und trocken, erwischte uns kurz vor Schluß doch noch ein kurzes Gewitter. Ziemlich nass ging es dadurch auf die letzten Kilometer Richtung Mons. Für die Fahrt von der belgischen Grenze bis in die Stadt erhielt unser Peloton eine Polizeieskorte. Und so rollten wir mit der Abendsonne in die Altstadt zu unserem Quartier im Zentrum. Nach dem Bezug der Zimmer bin erst mal gelaufen. Also nur eine kurze Sightsseeingrunde in der Altstadt, immerhin wartet das Abendessen.

    Der erste Tag ist vorbei und rückblickend möchte ich die tolle Organisation nicht unerwähnt lassen. Es fehlt an nichts. Weder Essen, Getränken oder sonstigen Kleinigkeiten. Obwohl ich keine Panne hatte möchte ich den Werkstattwagen am Ende des Feldes hervorheben. Viele Kollegen hatten Pannen und schwärmten hinterher von der Professionalität. Im Prinzip lief es wohl so. Bei Panne, hauptsächliche waren es wohl Platte Reifen, ran an den Straßenrand und die Hand heben. Wenn der Werkstattwagen hielt, erhielten die Kollegen ein Tauschlaufrad und wurden dann von den Backridern wieder ans Feld herangefahren. Währenddessen wurde Ihr Rad im Werkstattwagen repariert und bei der nächsten Pause gab es dieses zurück.

    Samstag Morgen lief ähnlich wie Freitag, nur routinierter. Aufstehen, Frühstücken, Packen der Taschen, Verpacken der Taschen und sammeln vor der Unterkunft. Dann ging es auch schon los. Ziemlich schnell kehrte Ruhe im Feld ein. Routiniert wurden die Kreuzungen durch die Motorradfahrer gesperrt und ebenso zackig von uns passiert. Ich glaube auch das die Bitte der Motorradfahrer, das Feld kompakter beieinander zuhalten, befolgt wurde. Irgendwann aber kam das erste Stück Pavé. Nicht das es wirklich viel Kopfsteinpflaster war, aber es ist schon eine Herausforderung. Alle Anbauteile am Rad scheinen sich im nächsten Moment zu lösen. Die Hände können den Lenker kaum halten. Also die Geschwindigkeit drosseln, aber im Nachhinein glaube ich nicht das es die Sache einfacher machte. Es ist halt ziemlich anstrengend mit dem Rennrad auf so einem Untergrund. Wir durften zwar nicht wie bei Paris–Roubaix über 50km Pflaster bewältigen, aber immerhin mehrmals kurze Abschnitte. Umso mehr stiegt die Achtung vor den Fahren bei den Frühjahrsklassikern.

    Über viele kleine Straßen und geteerte Wirtschaftswege erreichten wir schließlich die nächste Grenze zu Holland. Überhaupt ist die Auswahl der Straßen und Wege fantastisch. Über mehr als 500km ist es den Kollegen gelungen überwiegend verkehrsfreie Straßen zu finden. Dadurch wurde eine entspannte Atmosphäre ermöglicht. Die Auswahl der Straßen und das moderate Tempo ermöglichen viele Gespräche und unterstützen so das Kennenlernen der Kollegen. Aber wenns am schönsten ist soll man ja bekanntlich aufhören und so erreichten wir Samstag Abend wieder unseren Startpunkt in Eindhoven. Empfangen von vielen Familienangehörigen, Freunden und Musik nimmt die Tour ein tolles Ende. Bei der Abschlussfeier wurde der Endstand der Spenden bekannt gegeben, immerhin 35190 Euro. Ich hatte mir in Deutschland zwar etwas mehr erhofft aber insgesamt ist das ein tolles Ergebnis.

    Zurück im Hostel bin ich mit Christian noch eine kurze Runde durch den Park gelaufen bevor es in die Altstadt ging.

    Ganz viele Fotos und Filme gibt es unter https://www.facebook.com/groups/105995086097993/

    Aber eine kleine Auswahl von meinen und die der Kollegen spendiere ich hier.

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    Bereit für die Tour

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    Ausladen in Paris. Das Wetter sieht vielversprechend aus.

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    Kurz nach dem Start am Freitag

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    Sonne :)

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    Fahren, Futtern, Fahren, Futtern ... Kurze Rast an einem der kleinen Cafes in Frankreich

     
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  6. Elmar

    Elmar läuft

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    Auch das kommt beim Radeln vor.

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    Schon wieder Früstück

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    Start in Mons

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    In den belgischen Hügeln geht ab und an die Sonne verloren

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    aber am Ende setzt sie sich doch durch

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    da war noch was :D

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    Abschluss mit Scheckübergabe
     
    Max und Lumi gefällt das.
  7. Lumi

    Lumi Watschelt.

    Schöne Aktion für eine gute Sache!

    Danke dafür! *juchhu*
     
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  8. Dennis

    Dennis Dauerläufer

    Das liest sich gut! Ich glaube an solch einer gut organisierten Tour hätte ich auch Spaß. Ob es gleich so lang sein müsste, weiß ich allerdings nicht.

    Danke für den Bericht und die Bilder!
     
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  9. Finny

    Finny Well-Known Member

    Hui, sieht das nett aus! Vielen Dank für Deinen schönen Bericht und Glückwunsch zur erfolgreichen Teilnahme an einer so feinen Veranstaltung für den guten Zweck! Wird es das jetzt jedes Jahr geben?

    LG,
    Finny
     
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  10. Elmar

    Elmar läuft

    Das war die 14. Ausgabe.
    Ob ich allerdings nächstes Jahr noch mal mitfahre weiß ich noch nicht. Eigentlich spricht nichts dagegen *kopfkratz
     
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  11. Max

    Max Well-Known Member

    Das klingt ja schon recht anspruchsvoll, aber auch nach einer schönen Veranstaltung.
    Vielen Dank für deinen Bericht!