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Regenerieren

Dieses Thema im Forum "Training" wurde erstellt von Matthie, 6 Juni 2017.

  1. Matthie

    Matthie 3718 m

    Es fällt mir gar nicht schwer zu laufen. Wenns gut läuft kann ich eigentlich immer laufen. Und am liebsten würd ich immer laufen.

    Aber - versuch macht kluch.....irgendwann kriegt man die Rechnung.
    Naja ich meine ich habe schon öfter die Rechnung bekommen und ich frage mich schon mal: Hab ich was falsch gemacht oder hab ich einfach Pech gehabt?

    Deshalb meine Frage: Wie regeneriert ihr? Wie schützt ihr euch vor Übertraining und Verletzungen. Oder ist das gar kein Thema für euch?
     
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  2. Dennis

    Dennis Dauerläufer

    Regenerieren fand ich bei meinem ersten Streak auch total lästig. Wenn der Körper nicht die Notbremse zieht, kommt manchmal auch einfach Laufunlust. Letzteres kam bei mir erst sehr spät und verletzt war ich zumindest ernsthaft noch nicht.

    Regeneration ist wichtig - ich sehe es bei anderen leider besser als bei mir selbst.

    Mein Tipp: Zwinge Dich! Langfristig wird es Dir bestimmt helfen.
     
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  3. Matthie

    Matthie 3718 m

    Achja was ich mir selber so zu dem Thema überlegt habe:

    Ich hatte zwei richtige Laufhighlightphasen, wo ich recht intensiv gelaufen bin und die beide in Verletzungen endeten.
    Die eine zog sich von September 2010 bis Silvester 2011. Beim Silvesterlauf habe ich mir - vielleicht aufgrund von falschen Schuhen - einen Achillessehnenteilabriss und einen Fersenbeinbruch zugezogen.
    Das bedeutete 3,5 Monate Laufpause und nach nem halben Jahr konnt ich wieder bisschen mehr "trainieren". Im November 2012 war ich wieder richtig gut drauf.
    Die zweite Hochphase war von Oktober 2012 bis Januar 2014. Wobei ich bereits im September 2013 schwächelte aber es nicht wahr haben wollte. Ab September 2013 hatte ich nämlich mein Wadenproblem was nach der Winterlaufserie so extrem war das ich keine 6 km mehr am Stück laufen konnte. Danach war keine Besserung mehr in Sicht und im August 2014 hatte ich dann den Motorradunfall mit Schienbeinkopfbruch. Bis November 2015 war Laufen gar nicht möglich.

    Ich glaube letztendlich habe ich wohl zuwenig regeneriert - oder aber eben Pech gehabt....es lief nämlich eigentlich super.

    Zukünftig werde ich einmal im Jahr wirklich eine Pause machen. Könnte heißen etwa einen Monat lang nur jeden Tag 1,6 km laufen. (ich hoffe es kommt nicht mal wieder vorher was dazwischen.....)
    Jede 4te spätestens 5te Woche die km um mindestens 1/3 bis die Hälfte vermindern. (Letze Woche hab ich mich selber ausgetrixt......70 km aber dann volle Pulle :eek:...so war das natürlich auch nicht gemeint).
    Da ich ja täglich laufe müssen mindestens 2 Tage mit wenigen langsamen kms (5-6) sein - zumindest wenn ich sehr lange und intensivere Läufe dabei habe.
    Dehnen und Blackrole am Besten täglich ....irgendwie komm ich bei diesen Dingen immer ans zeitliche Limit....beim Laufen komischerweise nie.....
    noch schwieriger wird's mit Kräftigungsübungen oder Yoga....zuhause.....hmmmm ja............Fitnessstudio? ich bin da immer in der Sauna....aber trainieren? ne das ist mir grad echt Zuviel........zeitlich und überhaupt.....:(
     
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  4. Elmar

    Elmar läuft

    Du wirst es merken, vielleicht nicht gleich aber irgendwann. Ich vermute das man je nach Ausgangslage auch mehrere Jahre ohne Verletzung durchkommen kann.
    Letztendlich erwischt es aber irgendwann jeden wenn er/sie nicht genug Pausen einlegt und auf Ausgleich achtet.

    Dummerweise spielt auch das Alter eine Rolle. Sachen die vor 20 Jahren funktioniert haben, hauen mich jetzt um. Wenn ich das richtig sehe, bist Du ja auch kein Teenie mehr.
    Alles was Du oben gelistet hast, passt wohl. Ich würde sagen das Du mit zunehmender Lebenserfahrung den Schwerpunkt weiter Richtung Ausgleichssport schieben solltest.
    Also was für andere passt, muss nicht für Dich passen.

    Und der zweite Faktor dürfte eindeutig die Geschwindigkeit sein. Je mehr Du reinhaust, desto mehr Pause und Ausgleich ist nötig. Außerdem bringt Geschwindigkeit ein deutlich höheres Verletzungsrisiko.
    Warum laufen die älteren also lieber gemächlich lange Kanten?

    Dumm ist natürlich wenn der Kram Dir keinen Spaß macht. Ich muss mich auch zwingen. Aber Du weißt es ja sowieso schon.
     
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  5. Finny

    Finny Well-Known Member

    Elmars Worten ist aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen :)

    Auch mir setzt Tempo (und das, was ich Tempo für mich nenne, ist bestenfalls mal WK oder ein Tempodauerlauf) stets mehr zu bzw. hängt mir länger nach als alles andere.
    Und so sehr ich Krafttraining auch verabscheue (und dieses Wort wähle ich nicht umsonst) umso deutlicher versuche ich dennoch mich zu disziplinieren, wenigstens ein bißchen was dahingehend ganz regelmässig (also ein, zwei mal die Woche) zu machen.
    Kennst Du die Yoga-Programme von Frau Heck? Du bist ja auch Yoga-afin. Vielleicht ist das was für Dich?

    Zudem ist es wohl nicht ohne Grund so, dass die Kombination aus dem Triathlon mit Schwimmen und Radfahren auch für den Läufer Sinn machen kann im Hinblick auf Ausgleich und Regeneration.

    LG,
    Finny
     
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  6. Dennis

    Dennis Dauerläufer

    In einem meiner Triathlon Bücher schreibt der Autor dass Laufen egal wie lang, NIE Regenaration ist, also auch der Streakerhalt ist Belastung. Nun kann man streiten ob es besser ist 2 oder 5 Km als Erholungslauf während des Streaks zu sehen, aber ich versuche nach den 2 Km Läufen noch etwas Krafttraining auf dem Boden zu machen. So sind die Klamotten wenigstens etwas durchgeschwitzt...
     
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  7. Jost

    Jost Well-Known Member

    Ich bin da wohl der falsche.....denn da ich es bereits beim meinem ersten streakveruch übertrieben habe, musste ich nach 49 aufgeben.....
    Beim zweiten und aktuellen war ich ja immer noch nicht viel schlauer.....was heisst, dass ich bereits nach ca.100 Tagen wieder Probleme hatte......doch weitergezogen.....nach dem zweiten Marathon dann fussprobleme.....welche ich Monate lang ignoriert habe......müsste dann diesen Winter mit vielen kleinen Läufen mich wirklich erholen.......
    Grundsätzlich habe ich schon gelernt auf meinen Körper zu hören und heute auch 2 Tage mit minum Läufen zu absolvieren......aber viel Spass macht das ja nicht......
    Bin glücklich, wenn ich mind.10 km am Tag machen kann.......
    Daher zurück zum Anfang, ich bin wohl der falsche für die Frage nach regenerationstage......
     
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  8. Finny

    Finny Well-Known Member

    Und wie es ja zurecht heißt ist dich Einsicht stets der einzig bzw. beste Weg zur Besserung :)

    LG,
    Finny
     
  9. Elmar

    Elmar läuft

    „Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln. Erstens durch Nachdenken, das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.“
    Jost mag Schmerzen
     
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  10. Matthie

    Matthie 3718 m

    Jost, ich kann das sehr gut nachvollziehen. Als ich Dein Tagebuch vor ein paar Tagen gelesen habe, habe ich gedacht - ja kann ich voll und ganz verstehen. Und es ist gerade dann so schwer wenn es ne Weile sehr gut läuft und man ja auch genau deshalb meint alles richtig zu machen. Wenn man immer weiter und schneller laufen kann es ständig voran geht ist es (für mich) fast wie in einem Glücks- und Endorphinrausch (gewesen?). Sich da zu bremsen ist schwer.
    Und einerseits ist es ja so das man sich auch fordern muss, wenn man Fortschritte machen möchte. (Ich bin auch 4 Jahre immer den gleichen STiefel gelaufen und hab mich gewundert das ich nie Fortschritte machte) Und welcher Laufverrückte möchte das nicht - Fortschritte machen. Also ist es irgendwie schon immer eine Gratwanderung und auch immer etwas Glückssache. Und natürlich auch Erfahrung und Einsicht und die Bereitschaft etwas zu ändern.
     
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  11. Matthie

    Matthie 3718 m

    Naja mit dem Ausgleichsport haben die Triathleten oder mindestens Duathleten es schon einfacher. Die haben schonmal zwei Dinge die sie lieben und können und da fällt dann die Abwechslung auch leichter. Ich hab das auch schon mal probiert - in den Zeiten wo ich nicht laufen konnte - aber es macht mir einfach nicht soviel Spaß.
    Naja vielleich mach ich nochmal n Versuch mit m Rad....Klickpedale und Radschuhe sowie n Helm und natürlich n Rad habe ich mir alles schon mal angeschafft. Der Wille war schon mal da...
    Ja Geschwindigkeit killt - durfte ich auch schon feststellen. ich stelle das jetzt auch mal wieder hinten an. Ich will ja eh lang und somit langsam laufen.
    Und Fitnesscenter, Kräftigung usw... alles wäre ohne weiteres möglich. Ich muss es nur wieder tun.

    Da werd ich doch glatt mal die nächsten Tage nach googlen - Danke :)
     
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  12. Jost

    Jost Well-Known Member

    danke Euch-..... nein ich mag keine Schmerzen....
    aber .... ich bin infiziert....vom Virus hier :)
    heute glücklicherweise positiv...
     
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  13. crystal

    crystal Schöne-Laufstrecken-Sammlerin

    Ich regeneriere beim Laufen. War ja klar, das diese Antwort kommt. Haha. Meine Taktik beim täglichen Gerenne ist. Langsam kommt man auch ans Ziel. Ich käme niemalsnicht bei einem Trainingslauf auf den Gedanken, mich zu verausgaben. Das führt natürlich langfristig gesehen dazu, dass ich immer langsamer werde. Man muss sich quasi selbst in den Hintern treten. Um Tempo zu machen. Ups. Falsche Baustelle. Es geht ja um das Regenieren und wie ich das handhabe ist so: Nach einem WK im Schlurfschritt-Tempo zum Muskel-entspannen meine tägliche Runde drehen. Die ersten 2k oder 20 Minuten wird gesportelt und danach ist Wellness-Laufen angesagt. Frei nach der Galloway-Methode. Laufen und Gehen im Wechsel. Trainiert super den Gehen-Modus, den ich bei den 100+ Läufen auch benötige...

    Zum Thema Ausgleichssport... Yoga ist mein Ding und radfahren auch
     
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  14. jsterckx

    jsterckx New Member

    Jeder Organismus ist sehr dankbar wenn es nach Perioden von Höhen Intensität eben etwas ruhiger geht, so geht es auch mit unserem Körper. Nach Empfehlung von einem erfolgreichen Trainer mache ich 2 Regeneration Phasen jährlich. Denn wird eine Monat lang 2-3 mal pro Woche trainiert, immer nur 5-10 km, ganz langsam, Tempo ist richtig verboten jetzt. Wenn es denn richtig intensiv ist (nach Wettkampf zu, Intensität rund 120 km/Woche) schütze ich mich gegen Verletzungen mit Eiweißpulver (1 Shake/Tag). Ich glaubte es auch nicht aber es wirkt richtig, man spürt alte Verletzungen noch immer aber sie Schmerzen nicht mehr

    Gesendet von meinem Metal mit Tapatalk
     
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  15. Jost

    Jost Well-Known Member

    Das tönt doch sehr vernünftig....
    Lg jost
     
  16. Elmar

    Elmar läuft

    Ich frag jetzt mal ganz unbedarft. Merkt Ihr das nicht, also auch ohne Trainingsplan?
    Wenn gut dann gut.

    Mich würden derzeit auch keine 50 Euro dazu bringen eine Meile zu laufen. Es ist nicht so das ich sagen könnte dies oder jenes muss erst heilen, sondern das Körpergefühl sagt jetzt ist es gut und damit singt der Spaßfaktor und die Motivation auf 0. Und wenn ich keinen Bock habe, laufe ich nicht.
    Radfahren könnte ich dagegen derzeit jeden Tag 200km, nur fehlt mir dazu die Zeit. Am liebsten würde ich den B2Run und den Chiemgauer absagen und nach der ATOS Tour neu einsteigen.
    Die nächsten 2 Wochen werdens zeigen. Entweder es rollt wieder besser oder ich laufe erst ab September wieder.

    Übrigens Dennis hat recht, 5-10km 3 mal die Woche ist keine Regeneration, egal was das Peterl sagt.
    Schau Dir die Profis an, die machen nach der Saison auch 2-3 Wochen nichts, also gar, gar nichts. Und so verkehrt kann das dann nicht sein, es deckt sich nämlich mit meiner Erfahrung :D
     
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  17. Matthie

    Matthie 3718 m

    Wenns denn dann tatsächlich so ist das es keinen Spaß mehr macht - ist es ja einfach.
    Das Problem ist dann da wenns noch Spaß macht aber irgendeine Schwachstelle nicht mitspielen will.

    Passt aber nicht zum streaken....das muss auch anders gehen. Gibt ja doch ein paar die es schon über Jahre vormachen. :)

    PS: 50€ für eine Meile ... cool ;)
     
  18. Dennis

    Dennis Dauerläufer

    Streak geht meiner Meinung nach gepaart mit Geschwindigkeit und/oder Ultra nur einen gewissen Zeitraum. Nicht nur das man irgendwann ausgelaugt ist, mir persönlich ist irgendwann entweder der Streak oder der Wettkampf leidig geworden.

    Ich werde irgendwann wieder mit einem Streak beginnen, aber wieder terminiert auf ein oder zwei Enden hin und in dieser Zeit erwarte ich weder Glanzleistungen auf der Länge noch im Tempo.
     
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  19. Finny

    Finny Well-Known Member

    Was mich zumindest bisher noch vom Streaken abhielt war, dass ich mir ohnehin schon oft genug objektiv zuviel "Druck" mache, wenn ich läuferisch etwas Bestimmtes vorhabe. Und da es bisher eben keine Phasen gab, in denen ich läuferisch ganz und gar nichts für mich "Größeres" im Hinterkopf hatte, wäre der Streak vermutlich das Ende der Freude am Ziel, dass ich mir so gesteckt habe.

    Ich mag auch nicht jeden Tag einen Lauf noch unterbringen müssen. Da nötige ich mich lieber an lauffreien Tagen zum verhassten Ausgleichssport, weil es unterm Strich in meinem Fall scheinbar doch noch etwas regenerativer wirkt.
    Das "Reinquetschen" trifft leider auf manchem Lauf ohnehin schon zu, wenn die Zeit rar ist und das fühlt sich dann "falsch" an. Von diesem Gefühl will ich eher weiter weg als noch mehr hin, denn m. E. kann das nur zu Lasten der für mich nötigen Regeneration gehen.

    Natürlich alles nur meine Meinung!
    Im Übrigen: jeder wie er mag und kann - Hauptsache mit Spaß und Gesundheit :)

    Und wenn ich mal alle großen Ziele fürs Erste durch hab werde ich vielleicht ja auch Streakerin ;-)

    LG,
    Finny
     
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  20. Jost

    Jost Well-Known Member

    Gute Diskussion.....jeder darf wie er will,mag und kann. Und das ist gut so.....
    Daher, wir leben in einer freien schönen Ecke der Welt.......:)
    Geniessen.....nicht übertreiben.....und das wohl bei fast allem, dann kommt es gut.
    LG jost
     
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